gekuendigt zum Jahreswechsel


Um nicht wortlos abzubrechen, und Fragen im Raum zu belassen, will ich einmal den Spagat versuchen, das Ende des Arbeitsverhaeltnisses zu erlaeutern, ohne Interna auszuplaudern.

Die benannten Gruende waren fachlicher Natur, durchaus nachvollziehbar. Spaeter hatte ich noch einen Wortwechsel, bei dem ich meinen Blickwinkel zu den fachlichen Erwartungen angesprochen habe. In diesem Gespraech fiel mir eine alternative Loesung auf, aber da waren die Wuerfel bereits gefallen – das zu verfolgen waere mir zu stressig geworden.

Nun verfolge ich meinen Weg, und womoeglich kreuzt sich dieser zukuenftig nocheinmal mit auticon. Jetzt wissen beide Seiten genauer uebereinander Bescheid, und unter welchen Rahmenbedingungen wir zueinanderfinden.

Der fuer mich wichtigste Punkt bezieht sich dabei auf den Konflikt – dass soetwas schneller geloest wird. Ich habe diesbezuegliche Aenderungen fuer die Zukunft mitbekommen, und nehme an, dass das mittlerweile im Gange ist. Aber erleben oder begutachten kann ich sie natuerlich jetzt, von aussen, nicht mehr .

Ich bin gespannt, wie sich auticon entwickelt, und harre der Neuigkeiten.

Sascha

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3 Antworten zu gekuendigt zum Jahreswechsel

  1. dieandereperspektive schreibt:

    Ich möchte hier nichts anheizen, aber ein unausgesprochener Konflikt, keine Aussprache, Kündigung, das ist das beliebte Schema um unbeliebte Mitarbeiter loszuwerden. Da hatte ganz einfach die Chemie nicht gestimmt und gerade da, wo man das hätte auffangen sollen, scheint mir, ist nichts/zu wenig passiert. Nur so mal zum Denkanstoß. Ich kann mich natürlich auch irren, aber mir scheint, dass es sich, bezogen auf das Kernproblem bei der Beschäftigung autistisch veranlagter Menschen wohl eher um ein Komplettversagen seitens der Instiutition handelt. Missverständnisse dieser Art , wie geschildert sollten eigentlich dort bewältigt werden können. Nicht nur Nichtautisten können stur sein. (Du scheinst mir psychsich weichgekocht worden zu sein)

    • saschagoldmann schreibt:

      Nein, ich bin nicht „weichgekocht“. Es ist nur die Gradwanderung, keine Interna auszuplaudern. Dass sich das zu lange hingezogen hat, trifft zu – aber dass der Konflikt unausgesprochen bliebe kann ich nur dann plastisch widerlegen, wenn ich eben mit Interna aufwarte. Ich kann es also nicht detailliert ausfuehren und erlaeutern.
      Auch mich selbst muss ich dabei an die Nase fassen, dass ich lange auf eine Besserung einfach gehofft habe. Und – wie gesagt, ich gehe davon aus, dass Aenderungen jetzt bereits initiiert sind.
      Sascha

  2. Steve schreibt:

    Ich denke nicht, dass es ein Loswerden von einem unbeliebten Mitarbeiter war. Vielmehr hat das Krisenmanagement in dieser Sache nicht richtig funktioniert, da gebe ich @dieandereperspektive Recht.
    Man muss aber natürlich auch die Hintergründe des Konfliktes besser wissen. Was den Konflikt angeht, wurden auf beiden Seiten Fehler gemacht. Am Ende wollte keiner mehr mit sich reden lassen – beide Fronten waren am Ende so verhärtet, dass eine Lösung schier unmöglich war. Die eine Seite wollte sich nicht entschuldigen, die andere sich nicht aussprechen. Dass es dann auch noch dazu kam, dass Derjenige in einen anderen Raum abgeschoben wurde, empfand ich dann schon sehr krass übertrieben und auch teils schon stark diskriminierend. Weil einfach zu sagen, „Hey, ich hab ein Problem mit dir, will mich aber nicht aussprechen und den Konflikt aus der Welt schaffen, deswegen will ich nicht mehr gleichzeitig in einem Raum mit dir sein“, ist meiner Meinung nach schon recht abweisend und diskriminierend. Aber man kann auf Arbeit eben keine Kollegen ausschließen – weil wo kommen wir denn da hin? Soll der Arbeitgeber etwa alle Räumlichkeiten doppelt anlegen, nur damit sich die beiden nicht mehr über den Weg laufen? Am Ende hatte ich auch so ein wenig das Gefühl, dass die Person als psychisch gestört abgestempelt wurde, was ich schon sehr erschreckend fand. Dass sich an dieser Stelle besagte Person nicht mehr entschuldigen wollte, kann ich nur zu gut verstehen.

    auticon ist aber nunmal auch ein ganz normales Unternehmen, welches sich in der Wirtschaft etablieren muss. Wie der Chef schon meinte, ist es keine Sozialveranstaltung. Es wird schon auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingegangen und so gut wie es halt möglich ist auch umgesetzt. Aber wie in einer Freundschaft besteht auch in einer Firma ein Geben und Nehmen. Man muss also auch als Arbeitnehmer (egal ob nun NT oder autistisch) Kompromisse eingehen. auticon kann sich nur bis zu einem bestimmten Punkt auf den Mitarbeiter anpassen. Das ist wie gesagt, meine Meinung – in Deutschland besteht ja bekanntlich die Meinungsfreiheit; jeder Andere kann natürlich seine eigene Meinung dazu haben. Immerhin sieht man Arbeitskollegen nur auf Arbeit – man ist ja nicht gezwungen auch privat mit ihnen anzubandeln.

    Im Endeffekt wäre es mir, glaube ich, lieber gewesen, wenn ich mich einfach aus dieser ganzen Geschichte herausgehalten hätte. Irgendwie war dieser ganze Konflikt total belastend für uns Alle – auch zum Teil für die Leute, welche nicht mit involviert waren.

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